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NostalgieKONSUM 18.05.18

Winnie Böwe

 „Mir ist heut so nach Tamerlan“

Die Berlinerin Winnie Böwe ist eine der seltenen Doppelbegabungen in Deutschland: Sie
begeistert das Publikum gleichermaßen als Theater- und Filmschauspielerin wie auch als
klassisch ausgebildete Sängerin. Dank ihrer vorzüglichen Sopranstimme brillierte sie in „My
Fair Lady“ an der Komischen Oper Berlin, faszinierte als „Lady in the Dark“ an der
Staatsoper Hannover, glänzte als Lucy in der „Dreigroschenoper“ am Residenztheater
München.

Der englische Komponist Michael Nyman engagierte sie für seine Oper „Facing
Goya“, sie arbeitete mit Frank Castorf an der Volksbühne, wo sie den Solopart in
Brecht/Eislers „Maßnahme“ übernahm und sie gewann den Bundeswettbewerb Gesang in der
Kategorie Chanson/Song.


Auch vor der Kamera ist ihre Bandbreite enorm: Kinobesucher kennen Winnie Böwe als Frau
Martin in Detlev Bucks “Bibi und Tina“- Filmen oder aus David Wnendts preisgekröntem
Drama „Kriegerin“. Im Fernsehen spielte sie Hauptrollen im “Tatort“, in „Bella Block“ und
in „Ein starkes Team“, seit über zehn Jahren ist sie in der ARD-Serie „Familie Dr. Kleist“ zu
erleben.


Mit stimmlicher Brillanz und spielerischer Komik gestaltet Winnie Böwe regelmäßig ihre
Musikprogramme. Auf der CD “Mir ist heut so nach Tamerlan“ bringt sie sehnsüchtige
Lieder von der Liebe zu fernen Stränden und Gestaden zu Gehör. Am Klavier wird sie von
Stefan Paul begleitet, einem feinsinnigen Theatermusiker und Pianisten.


Der Titelsong von Rudolf Nelson und Kurt Tucholsky stimmt ein in die Welt des Cabarets der
zwanziger Jahre, mit lakonisch-norddeutschem Zungenschlag singt Winnie Böwe den
Filmschlager „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“, ihren Sinn für das Bizarre
zeigt sie im zu Unrecht kaum bekannten „Bukarest“ von Hans Kandler. Ihre Beherrschung
verschiedener Dialekte demonstriert Winnie Böwe in den Couplets von Otto Reutter, den
“Surabaya Johnny“ von Brecht/Weill interpretiert sie voller Gefühl. Es sind nostalgische
Klänge der 20er bis 40er Jahre, mit denen Winnie Böwe uns auf weite Reisen nach Hawaii
und Peru mitnimmt, wir schweben “Auf den Flügeln bunter Träume“ und fliegen mit der
„Kleinen Möwe nach Helgoland“. Die musikalische Frage „Muss man denn ins Ausland
reisen?“ kann man nach dem Anhören dieser Lieder in Winnie Böwes Interpretation nur mit
einem sehnsüchtigen „unbedingt!“ beantworten, bevor wir mit „My Ship“ von Kurt Weill das
Ende dieser musikalischen Reise erreichen. Wenn die Sehnsucht nach der Ferne eine CD
wäre, dann wäre es „Mir ist heut so nach Tamerlan“ mit Winnie Böwe!


www.gundakniggendorf.de
www.winnie-boewe.com

 

18.05.18 um 20:00 Uhr
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